Resilienz stärken – die acht Schlüssel

Das Thema Resilienz ist nach wie vor in aller Munde – weil es viele Menschen betrifft. Grund dafür sind die anhaltenden Berichte über Bedingungen in der Berufs- und Privatwelt, die für viele Menschen so belastend sind, dass sie sich fragen: wie kann ich hier gesund, stark und flexibel bleiben? D.h. die Frage der Resilienz ist lösungsorientiert, sie fragt nach den Ressourcen, danach was mir Kraft gibt, nicht danach, was mich schwächt.

In dieser Betrachtung stelle ich kurz meinen persönlicher Ansatz der Resilienzstärkung in Coaching und Training vor. Dazu erläutere ich kurz, was Resilienz ist:

Was ist Resilienz?

Das Wort kommt von lateinisch „resilire“ und bedeutet soviel wie abprallen, zurückprallen. Im Englischen heißt  „resilience“ Widerstandsfähigkeit, psychische Stärke. Resilienz ist somit die innere Stärke, die es Menschen ermöglicht, aus krisenhaften Phasen im Leben, die von erheblichem Stress und hohen Belastungen geprägt sind, gesund an Seele und Körper hervorzugehen. Die schädigende Wirkung „prallt“ an ihnen gewissermaßen ab. Resilienz bedeutet im erweiteten Sinne, diese Krisen nicht nur zu überstehen, sondern an ihnen auch noch zu wachsen, durch sie stärker zu werden.

Resilient zu sein bedeutet nicht, unverletzbar oder gefühllos zu sein

Auch wenn sie eine dickere Haut haben, können resiliente Menschen durchaus verzweifelt, wütend und ärgerlich sein. Sie sind keineswegs unverletzbar. Doch im Unterschied zu weniger resilienten Menschen können sie problematische Zustände besser verarbeiten. Statt zu resignieren handeln sie (pro)aktiv, um ihre Lebenssituation zu gestalten und zu verbessern. Dadurch versetzten sie sich selbst in emotionale Zustände, die ihnen Kraft geben, in denen sie ihre Kraft spüren. Sie tragen keinen bleibenden Schaden davon und sind in der Lage sich zu helfen – und sich helfen zu lassen.

Das eigene Potenzial zu kennen stärkt die Resilienz

Menschen mit einer stark ausgeprägten Resilienz haben eine Verbindung zu ihrem inneren Potenzial, ihren Ressourcen und Qualitäten. Die Resilienzforschung hat festgestellt, dass resiliente Menschen selbstwirksam sind, d.h. dass sie daran glauben, etwas bewirken zu können und somit Schöpfer ihrer eigenen Lebensrealität werden. Und wenn sie bestimmte Dinge im Außen nicht verändern können, finden sie kreative und konstruktive Wege, damit umzugehen.

Nach diesen einführenden Bemerkungen stellt sich nun die wichtige Frage, wie die Resilienz durch Trainings und Coachings gestärkt werden kann.

Resilienz zu entwickeln ist ein evolutionärer Prozess

Wenn jemand im Erwachsenenalter beschließt stärker zu werden, um aus einer Opferhaltung herauszukommen und eine aktive, gestaltende Rolle einzunehmen, so geht das meiner Erfahrung nach nicht von heute auf morgen. Es setzt einen Entwicklungsprozess bzw. Entfaltungsprozess voraus, für den ich die Verantwortung übernehme und auf die ich mich voll einlasse. Dabei wird es auch gefühlt Rückschläge geben. Für mich als Trainer und Coach für Persönlichkeits- und Potenzialentwicklung ist der Kick-Off für die Entwicklung in die eigene Stärke hinein das „Ja“ zu meinem Selbst, zu dem, was mich wirklich ausmacht – und somit das Ja zum Leben. Eine lebens- und selbstbejahende Haltung ist die Voraussetzung, sie muss kultivert und gepflegt werden.

Im Verlauf des Entfaltungsprozesses wird das eigene Wertbewusstsein, der Selbstwert, gestärkt: es bildet sich die Überzeugung heraus, einzigartig und wertvoll zu sein. In einem Resilienz-Training geht es somit vordergründig um ein positives und kraftvolles Selbstbild. Dabei können förderliche Werte und Glaubenssätze helfen. Diese zu entwickeln, ist ein wichtiger Schritt. Gleichzeitig entsteht eine konstruktive innere Kommunikation, die das Selbstbild stärkt statt es – wie bisher – durch selbstkritische und sabotierende Gedanken zu torpedieren. Jetzt ist es möglich, einen Lebensplan zu entwickeln, der die eigene Begeisterung weckt – bzw. eine nicht mehr aktuelle Lebensplanung upzudaten oder upzugraden. Und hier sind noch drei ganz wichtige Faktoren, die in einem derartigen Prozess nicht fehlen dürfen: Gut für sich selbst sorgen lernen, Ja-sagen zu den eigenen Gefühlen und Lachen/Lebensfreude. Diese drei Faktoren gehören, last but not least, unbedingt dazu.

Die Reihenfolge der skizzierten Entwicklungsschritte ist im Einzelfall höchst unterschiedlich, weil jeder Lebensweg sehr anders und einzigartig ist. Z.B. ist das Lachenlernen oft nicht der letzte,  sondern der erste Teilprozess. Diese Schritte in die eigene Stärke können in einem Einzel-Coaching gegangen werden oder in Form von Impulsen in Gruppen-Workshops erfolgen, sehr gut auch in einer Kombination von beidem.

Um diesen Entwicklungsprozess der seelischen Stärke auf einige Punkte zu bringen, habe ich die acht Schlüssel der Resilienz formuliert:

Die acht Schlüssel zur Resilienz

  • Lebensfreude / Optimismus
  • Positive/konstruktive innere Kommunikation
  • Selbstwirksamkeit / Proaktivität
  • Positives Selbstbild / Selbstwertschätzung
  • Realistische Ziele / ein Lebensplan, der begeistert
  • Emotionale Intelligenz / Freundesnetzwerk
  • Glaubenssätze und Werte, die mich stärken
  • Spirituelle Anbindung / Zugehörigkeit

Diese acht Schlüssel spielen in meinen Einzelcoachings und Workshops, die den Aufbau von Resilienz fördern, eine zentrale Rolle. Nicht immer sind augenscheinlich alle acht im gleichen Maße relevant, doch habe ich die Erfahrung gemacht, dass das „Puzzle“ Resilienz aus diesen Bestandteilen zusammengesetzt ist.

Wenn Sie etwas für sich selbst tun wollen, könen Sie diese acht Schlüssel als Impulsgeber verwenden, um Ihre Resilienz zu stärken. Und wenn Sie Unterstützung dabei gebrauchen können, melden Sie sich gerne. Zum Schluss sei noch einmal darauf hingewiesen, dass ein Resilienz-Coaching/-Training nicht in wenigen Stunden zu bewältigen ist. Es handelt sich um einen Prozess, dessen Dauer von unterschiedlichen Faktoren abhängt.

Haben Sie Fragen? Möchten Sie eine Vortrag/Workshop zur Resilienz in Ihrem Unternehmen? Sind sie an einem Coaching für sich selbt oder Ihre Mitarbeiter  interessiert? Nehmen Sie dazu gerne Kontakt mit mir auf.

 

Copyright by Alex Bannes 2015

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